Lost in Books

Mein Bücherreich ~

  

"When I look at my room, I see a girl who loves books."

(John Green - Looking for Alaska)

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Ich würde dich so gerne küssen

Ich würde dich so gerne küssen - Patrycja Spychalski 2.5 - 3.0Eigentlich ist "Ich würde dich so gerne küssen" kein schlechtes Buch, sondern eigentlich ziemlich lesenswert und wesentlich besser als ich erwartet hatte, wenn mich ein paar Sachen bloß nicht so gestört hätten. Der Titel und das Äußere hatten mich eher eine "kitschige" Liebesgeschichte erwarten lassen, daher war ich überrascht, dass es zwar ums Verlieben und Erwachsenwerden geht, aber doch teilweise auf eine wesentlich ernstere Weise.Frieda war mir anfangs sehr sympathatisch. Sie ist ruhig, introvertiert und steht stets im Schatten ihrer aufgeweckten Freundin Maja, die ständig einen anderen Kerl aufreißt. Frieda hat zwar auch sexuelle Erfahrungen, ist aber nicht so "krass" drauf, was mir das Lesen sicherlich erleichtert hat ;)Allerdings gab es durchaus Szenen und Seiten, die mich an Frieda etwas gestört hatten, allen voran, dass sie sich selbst als nicht hübsch ansieht und sich ständig mit Maja vergleicht. Ja, dass sie sich nicht hübsch, nicht dünn genug, etc. findet, kann ich nachvollziehen, so geht es gewiss 90% der Jugendlichen. Was mich dabei aber mehr störte ist, dass Frieda ja sehr wenig aus sich macht. Sie läuft eigentlich immer in Jeans und Shirt rum und fertig, während sich Maja hingegen aufbrezelt, schminkt und alles. Und dass sie sich dann neben Maja als kleines, graues Mäuschen fühlt, ist dann aber auch nicht mehr wirklich verwunderlich *augenroll* (aber gut, andererseits hätte sie wohl sonst ebenfalls als "Tussi" dagestanden...)Mit Jeffer hatte ich da größere Probleme und auch nach Beenden des Buches kann ich mir noch kein richtiges Bild von ihm machen. Einerseits fand ich ihn als "Rockstar" schon recht klischeehaft, andererseits gab es auch Szenen, die das Gegenteil von ihm zeigen. Aber auch wenn man oft und viel über ihn liest, weiß ich trotzdem so gut wie nichts über ihn.Was mich allerdings dann am meisten störte, war, dass Friedas Eltern, die sich sonst so sehr um ihre Tochter kümmern, wie einen Augapfel hüten, plötzlich in den Urlaub fahren. Auf die Malediven. Für drei Wochen. Und lassen Frieda alleine zurück. An sich wahrscheinlich nicht völlig unrealistisch, aber hier und vor allem wie Friedas Eltern beschrieben wurden, empfand ich es eher als unglaubwürdig und konstruiert. Es wirkte auf mich, als wenn die Eltern unbedingt weg sein müssen, damit Frieda diese Erfahrungen machen kann... (Und dazu noch das WOCHENLANGE unentschuldigte Fehlen in der Schule?! Mhhmm...)Was mich außerdem störte, wobei ich möglicherweise da auch etwas zu empfindlich sein kann, ist das ständige Rauchen. Ja, Rauchen gehört anscheinend zum Jugendlichensein heutzutage leider dazu, etc., sehe ich durchaus ein und alles. Aber dass sich, gefühlt, auf allen zwei Seiten irgendjemand sich eine Zigarette anzünden muss, fand ich etwas viel...Musik spielt eine recht große Rolle im Buch, es wird viel gehört, Instrumente gespielt und auf Konzerte gegangen und besonders alte Musik wie Pink Floyd, The Doors, etc. werden oft erwähnt, was mir grundsätzlich auch gut gefallen hatte.Das eher offene Ende fand ich sehr gelungen und passend. Definitiv eine der Stärke des Buches.Nicht völlig davon überzeugt, aber trotzdem habe ich das Buch eigentlich gerne gelesen und ich werde die Augen offen halten, sollte die Autorin nochmal ein Buch schreiben ;)

Ich lese gerade

Der weiße Neger Wumbaba I - III: Alle Handbücher Des Verhörens
Axel Hacke, Michael Sowa
Bereits gelesen: 93/216 pages
Blinde Weide, schlafende Frau
Haruki Murakami, Ursula Gräfe
Die Rebellin (Die Gilde der Schwarzen Magier, #1)
Trudi Canavan
MacBest
Terry Pratchett, Andreas Brandhorst