Lost in Books

Mein Bücherreich ~

  

"When I look at my room, I see a girl who loves books."

(John Green - Looking for Alaska)

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...is obsessed with books, Sailor Moon, "Friends" (Joey!), fairytales, ...

Lovely Bones

The Lovely Bones - Alice Sebold Blödes Buch. Aber sowas von.Ich gebe eigentlich ungern nur 1 Stern, aber nach DIESEM Ende bleibt mir einfach nichts anderes übrig, dabei klang der Inhalt und auch die ersten Seiten wirklich interessant. Ein vierzehnjähriges Mädchen, das umgebracht wird und nun als Erzählerin des Buches fungiert. Super! Aber da habe ich mich wohl mächtig getäuscht, denn der Inhalt war absolut belanglos und unglaubwürdig. Und langweilig. Und klischeehaft.Mit Susie bin ich nicht warm geworden. Für mich klang sie nicht wie ein 14jähriges Mädchen, sondern wie eine alte Frau, die auf ihr Leben zurückblickt und alles emotionslos erzählt. Und anstatt dass sich Susie, wie ich es eigentlich dachte, mehr mit ihrem Tod auseinandersetzt, beobachtet sie nur was ihre Familie und Freunde machen. Ach und natürlich was ihr Mörder macht. Natürlich auch ohne nur ein Fünkchen Gefühl zu zeigen. Und daher frage ich mich, warum sich die Autorin für diese Erzählweise entschieden hat. Für mich war Susie teilweise nicht das arme ermordete Mädchen, sondern einfach NUR die allwissende Erzählerin. Das, was mich vor allem an dem Buch gereizt hatte, nämlich alles aus dem Blickwinkel des Opfers zu erleben, war, meiner Meinung nach, so gar nicht vertreten.Überhaupt. Ich heule bei jeder emotionalen Stelle in Büchern, wie in Filmen, oder auch bei manchen Liedern. Daher dachte ich automatisch, bevor ich mit "The Lovely Bones" angefangen hatte, dass ich nur aufgrund des Themas ununterbrochen am Weinen sein müsste. Aber nichts! Nicht eine kleine Träne musste ich vergießen, ich war nicht mal kurz davor zu heulen. Für mich war das Buch absolut gefühlslos und das war wohl auch einer der größten Fehler, den das Buch bei mir machen konnte.Susies Beobachtungen sind langweilig. Allesamt. Die Salmons sind eine ganz normale Familie, gewöhnlich, wie jede andere Familie in den 70ern auch, vermutlich. Die "Entwicklungen", die die einzelnen Familienmitglieder machen, hätten gewöhnlicher (oder sollte ich besser sagen klischeehafter?) nicht sein können. Der Vater ist besessen davon, den Mörder seiner Tochter zu stellen, die Mutter mit Haushalt, den zwei anderen Kindern total überfordert, beginnt natürlich eine Affäre und Susies jüngere Schwester bekommt ihren ersten Kuss *gähn*Durch die distanzierte Haltung von Susie konnte ich mich zusätzlich nicht für die anderen Personen interessieren und daher wirkte alles schnell ziemlich oberflächlich auf mich. Die ganzen Zeitsprünge im Laufe des Romans haben diesen Eindruck nur noch gestärkt.Manches war mir auch einfach zu konstruiert und unglaubwürdig, z.B. dass ihr Vater eigentlich sofort wusste, wer Susie umgebracht hatte und von seinem richtigen Verdacht nicht einen Moment abweichen konnte. Aber klar, ein einsamer, seltsamer Nachbar KANN ja nur ein Serienmörder sein *augenroll*Was dem ganzen aber noch die Krone aufsetzte, war das Ende. Vor den letzten 50 Seiten war ich noch durchaus gewillt, dem Buch 2 Sterne zu geben, aber die Richtung, die das Buch dann einnahm, war für mich einfach nur lächerlich und schwer nachzuvollziehen und total unpassend. Und ich habe mich wohl selten über so ein Ende richtig geärgert.Nicht mein Buch, absolut nicht. Und warum um diese Geschichte so ein Aufsehen gemacht wurde/wird und es sogar verfilmt wurde O_O kann ich nicht verstehen.

Ich lese gerade

Der weiße Neger Wumbaba I - III: Alle Handbücher Des Verhörens
Axel Hacke, Michael Sowa
Bereits gelesen: 93/216 pages
Blinde Weide, schlafende Frau
Haruki Murakami, Ursula Gräfe
Die Rebellin (Die Gilde der Schwarzen Magier, #1)
Trudi Canavan
MacBest
Terry Pratchett, Andreas Brandhorst