Lost in Books

Mein Bücherreich ~

  

"When I look at my room, I see a girl who loves books."

(John Green - Looking for Alaska)

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...is obsessed with books, Sailor Moon, "Friends" (Joey!), fairytales, ...

Eat, Pray, Love - One Woman's Search For Everything Across Italy, India And Indonesia

Eat, Pray, Love - Elizabeth Gilbert Zunächst einmal: Hut ab vor Elizabeth Gilbert, so ein offenes und ehrliches Buch zu schreiben. Ich denke, es benötigt ziemlich viel Mut, über so eine persönliche Reise zu schreiben, wie Gilbert es getan hat. Und dafür habe ich großen Respekt.Allerdings muss ich aber auch sagen, dass mir das Buch nicht so gefallen hat, wie ich es erhofft hatte. Das fing leider schon damit an, dass mir Elizabeth von Anfang an recht unsympathisch war. Und dadurch, dass sie die einzige Protagonistin ist, hat es mir an manchen Teilen doch eher etwas "verleidet".Ich verstehe zwar, dass Gilbert ihre Gründe für die Scheidung ihres Mannes nicht öffentlich machen möchte, allerdings wäre es mir dann auch wesentlich lieber gewesen, wenn sie nicht so viel von der Scheidung geschrieben hätte. Sie lässt sich öfter darüber aus wie schlimm ihre Scheidung ist, vor allem da ihr Noch-Ehemann die Papiere nicht unterschreiben will, wobei der Leser aber eben keine Gründe erfährt. Und wie Gilbert in ähnlichen Kontext sagt, gehören immer zwei Leute dazu. So fehlt mir die Sicht ihres Mannes warum es so lange dauert, bis er die Scheidungspapiere unterschreibt. Gilbert stellt sich für mich daher auch zu sehr in die "Opferrolle", dabei war sie es doch, die unbedingt die Scheidung wollte. (Was natürlich völlig legitim ist!) Und natürlich gibt Gilbert ihren Lesern keinen Einblick in ihr Privatleben mit Ehemann, aber genau deswegen war für mich dieses ganze Scheidungsgedöns einfach zu viel und unnötig. Einfach zu sagen, dass sie nach der Ehe und Scheidung eine Auszeit gebraucht hätte um wieder zu sich zu finden, hätte mir völlig gereicht und eventuell wäre sie mir nicht ganz so unsympathisch gewesen. Einen weiteren Punkt, den ich nicht richtig nachvollziehen konnte, war ihre Beziehung zu David und vor allem, dass er ständig erwähnt wird. Auf mich wirkte das nicht wie DIE große Liebe schlechthin.Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Passend zum Titel behandelt jedes Teil ein Thema daraus. In Italien dreht sich alles um das Thema "Essen". Und daher gewiss nicht mein liebster Teil des Buches, oft war es mir auch einfach zu langweilig und öde. Im zweiten Teil "Beten", in Indien, in einem Ashram war dagegen ganz nach meinem Geschmack und mehr nach dem, was ich erwartet hatte. Bisher habe ich mich nur wenig damit beschäftigt, daher fand ich die Ausführungen, Erklärungen und Gedanken spannend und interessant zu lesen. Und da hat es auch angefangen, mich gedanklich zu beschäftigen und zu fesseln. Im dritten und letzten Teil des Buches "Liebe/n" spielt in Indonesien, Bali. Zwar hatte der Teil die ein oder andere Länge, aber dennoch fand ich es sehr interessant über diese fremde Kultur zu lesen. Leider muss ich aber sagen, wusste ich schon, was auf den letzten rund 100 Seiten in etwa passiert und gerade die Sache mit Felipe ging mir irgendwie zu glatt, auch wenn das Leben natürlich manchmal auch so spielt und Gilbert es verdient hat.Nichtsdestotrotz ist "Eat, Pray, Love" ein lohnenswertes Buch, wenn man sich darauf einlassen kann. Leider konnte ich es nicht in vollen Zügen genießen, dennoch habe ich großen Respekt vor Gilbert und ihren Mut und ich habe viele Gedankenansätze aus dem Buch für mich mitgenommen.Ob ich den zweiten Teil "Committed" allerdings lesen werde, bin ich mir bisher nicht allzu sicher, dafür bin ich aber schon auf die filmische Umsetzung von "Eat, Pray, Love" gespannt.

Ich lese gerade

Der weiße Neger Wumbaba I - III: Alle Handbücher Des Verhörens
Axel Hacke, Michael Sowa
Bereits gelesen: 93/216 pages
Blinde Weide, schlafende Frau
Haruki Murakami, Ursula Gräfe
Die Rebellin (Die Gilde der Schwarzen Magier, #1)
Trudi Canavan
MacBest
Terry Pratchett, Andreas Brandhorst