Lost in Books

Mein Bücherreich ~

  

"When I look at my room, I see a girl who loves books."

(John Green - Looking for Alaska)

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Wasser für die Elefanten. Roman

Wasser für die Elefanten - Sara Gruen, Eva Kemper Bei "Wasser für die Elefanten" war ich mir lange nicht sicher, ob ich es wirklich lesen mag. Die Kurzbeschreibung hat mich nicht unbedingt angesprochen, außer dass es um einen Zirkus geht und in den 30er Jahren des 20. Jahrhundert spielt. Die beiden Aspekte haben mir beim Lesen insgesamt auch am Besten gefallen und so bin ich doch froh, dass mir das Buch ausgeliehen wurde, denn gut unterhalten wurde ich schon.Zirkusse finde ich immer schon sehr faszinierend und daher haben mir die Beschreibungen des Zirkuslebens, der Artisten und Arbeiter untereinander, etc. sehr gut gefallen und mein Wissen darüber erweitert. Besonders spannend fand ich in dem Zusammenhang auch die Anmerkung der Autorin am Ende, die sich offenbar sehr über das Thema informiert hatte und mehrere, echte Erlebnisse in ihre Geschichte mit eingebaut hatte (Sehr bestürzend empfand ich das, was mit dem ersten Elefant passiert war :/).Auch die Zeit hat die Autorin sehr gut eingefangen und auch "lehrreich", informierend, da ich über manches, was passiert war, noch nie gehört hatte, z.B. diese "Ingwerlähmung".Was mir hingegen nicht so gefallen hatte, waren die Charaktere. Die meisten sind für mich blass geblieben, auch wenn man schon etwas über das Leben der anderen Arbeiter und Artisten erfährt. Aber Jacob blieb für mich einfach nur DER Gute, und Al und August DIE Bösen wie sie im Buche stehen, quasi^^ Und mittendrin natürlich Marlena. Nein, zum einfachen Lesen mögen die Charaktere wohl genügen, um mich zu begeistern aber leider nicht.Die Geschichte wird in Rückblenden aus der Sicht des mittlerweile 90 (bzw. 93) jährigen Jacob erzählt. Die Rückblenden fand ich gut, die Gegenwart hat mir eher weniger gefallen. Jacob ist mittlerweile in einem Altersheim und seine vielen Kinder besuchen ihn nur sehr sporadisch, weil sie scheinbar alle andere Probleme haben. Leider erfährt man über seine Kinder nicht viel, daher kann ich nicht nachvollziehen, warum sie ihren Vater so vernachlässigen können/sollten.Und kurz zum Ende. Mir war es leider zu kitschig und hat mir nach dem Lesen doch eher einen negativen Geschmack hinterlassen. Jacob, der Gute, bekommt natürlich was ihm zusteht: Alles. Frau, Kinder, Tiere, darf seine Abschlussprüfung wiederholen und wird in dem besten Zirkus aufgenommen. Die Bösen, Al und August werden natürlich (brutal) getötet. Nicht, dass sie es nicht verdient hätten, aber für mich war das einfach zu viel des Guten, eine Nummer kleiner hätte auch gereicht *augenroll*Dass Jacob mit seinen 93 Jahren dann wieder zum Zirkus zurückkehren kann, fand ich zwar einerseits nett, aber auch irgendwie...weiß nicht. Passt für mich nicht so recht. Aber das mag auch an mir liegen, dass für mich jemand mit 93 Jahren auch einfach alt ist. Hmm.Das Buch wurde ja mittlerweile auch verfilmt, allerdings muss ich sagen, dass ich nicht weiß, ob ich mir den Film anschauen will. Reese Witherspoon als Marlena finde ich gelungen und auch Christoph Waltz als August kann ich mir in der Rolle gut vorstellen, aber Robert Pattinson als Jacob? Bäh.

Ich lese gerade

Der weiße Neger Wumbaba I - III: Alle Handbücher Des Verhörens
Axel Hacke, Michael Sowa
Bereits gelesen: 93/216 pages
Blinde Weide, schlafende Frau
Haruki Murakami, Ursula Gräfe
Die Rebellin (Die Gilde der Schwarzen Magier, #1)
Trudi Canavan
MacBest
Terry Pratchett, Andreas Brandhorst